Publikationen der DGMK

1. Februar 2014

Hubert Emmerig: Medicina in Nummis, Eine Bibliographie (2014)

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2008

Die Kunstmedaille in Deutschland 26 (2008)

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2007

Die Kunstmedaille in Deutschland 24 (2007)

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2007

Die Kunstmedaille in Deutschland 23 (2007)

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2005

Die Kunstmedaille in Deutschland 22 (2005)

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2005

Die Kunstmedaille in Deutschland 21 (2005)

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2004

Die Kunstmedaille in Deutschland 20 (2004)

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2004

Die Kunstmedaille in Deutschland 19 (2004)

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2003

Die Kunstmedaille in Deutschland 18 (2003)

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2002

Die Kunstmedaille in Deutschland 17 (2002)

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2002

Die Kunstmedaille in Deutschland 16 (2002)

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2002

Die Kunstmedaille in Deutschland 15 (2002)

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2000

Die Kunstmedaille in Deutschland 14 (2000)

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2000

Die Kunstmedaille in Deutschland 13 /I und 13/II (2000)

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2000

Die Kunstmedaille in Deutschland 12 (2000)

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2000

Die Kunstmedaille in Deutschland 11 (2000)

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1999

Die Kunstmedaille in Deutschland 10 (1999)

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1999

Die Kunstmedaille in Deutschland 9 (1999)

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1998

Die Kunstmedaille in Deutschland 8 (1998)

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1997

Die Kunstmedaille in Deutschland 7 (1997)

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1997

Die Kunstmedaille in Deutschland 6 (1997)

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1996

Die Kunstmedaille in Deutschland 5 (1996)

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1996

Die Kunstmedaille in Deutschland 4 (1996)

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1994

Die Kunstmedaille der Gegenwart in Norddeutschland 3 (1994)

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2004

Die Kunstmedaille der Gegenwart in Deutschland 2 (1994)

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1992

Die Kunstmedaille der Gegenwart in Deutschland 1 (1992)

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2008

Die Kunstmedaille in Deutschland 25 (2008)

Der Band würdigt Leben und Werk der von Ludwig Gies künstlerisch beeinflussten Bildhauerin, Grafikerin und Medailleurin Jutta Osten (geb. 1918).

OSTEN, JUTTA. Ein gewagtes Leben. Zum 90. Geburtstag. Hrsg. von Beate Thiemer. Beitr. von Iris Benner, Werner Schäfke u.a. Köln 2008. 168 S. mit 100 teils farb., teils ganzseit. Abb., Ausstellungsverz., Bibliographie.
ISBN 978-3-86105-024-2
Konzept: Beate Thiemer
Redaktion: Beate Thiemer, Ulf Dräger

Dass eine Hommage zum 90. Geburtstag mit den Worten "ein gewagtes Leben" beginnt, verdeutlicht treffend die einer außergewöhnlichen Künstlerin entgegengebrachte Wertschätzung und belegt zugleich die ungebrochene Anziehungskraft, die von ihrem Lebenswerk ausgeht. Vor 11 Jahren, zum 80. Geburtstag, erschien ein umfangreicher Ausstellungskatalog zu einer an mehreren Orten präsentierten großen Werkschau. Man musste eigentlich davon ausgehen, dass damit das künstlerische Vermächtnis von Jutta Osten zusammengefasst und de facto zumindest publizistisch vollendet sein würde.
Dass nun erneut eine vertiefende und ergänzende Monographie verlegt wird bestätigt, dass der geistige und künstlerische Gehalt ihrer Arbeiten beständig fasziniert, dass die weitere Erschließung und Rezeption ihres beeindruckend umfangreichen Oeuvres notwendig erscheint.
Mit den Begriffen ‚Leidenschaft’ und ‚Hingabe’ könnte das Lebensmotto von Jutta Osten zu überschreiben sein. Sie verarbeitet in ihren Werken persönliche Befindlichkeiten und Erfahrungen. Der religiöse Kontext ihres Schaffens bildet eine Vergewisserung der eigenen Haltung und zugleich die Anregung zur Abs-traktion ihrer Lebensphilosophie. Immer wieder thematisiert sie die Mühen und Brüche, das "Drama" des menschlichen Daseins. Dabei fesselt die gedankliche Komplexität, die sie ihren kleinen und dennoch gleichzeitig großen Werken mitgibt. Vor allem die ‚Weltbilder’, wie auf dem Titel zu sehen, zeigen eine eruptive Gestaltungsfreude. Die rationale Vielschichtigkeit scheint den gesetzten erzählerischen und gestalterischen Rahmen zu sprengen. Mit ihrer eigenständigen, ausgeprägt postexpressionistischen Handschrift strahlen ihre Arbeiten einen besonderen emotionalen Erlebnisgehalt aus.
Künstlerisch tätig zu sein war für Jutta Osten Zeit ihres Lebens ein elementares Bedürfnis. Der Frage, was ihre Kunst auszeichnet, gehen die Autoren dieses Buches nach. Einleitend vermitteln vielleicht die Begriffe ‚Haltung’ und ‚Moral’ grundsätzliche Lebensmaximen der Künstlerin. Sie verzichtet auf Effekte, geht der Woge des Zeitgeistes aus dem Wege, ohne den Anspruch, die zeitgenössische Kunst mitzugestalten, aus den Augen zu verlieren. Dabei gelang es Jutta Osten eine eigenständige Sicht zu definieren. Stilmittel werden nicht als Selbstzweck, sondern ernsthaft und effizient eingesetzt. Jutta Osten gestaltet nicht nur das reale Abbild einer Situation oder eines Ereignisses, auch nicht eine fiktive Fabel. Sie schneidet und modelliert nicht nur Bilder, sondern ganze Bild-Bühnen. Die tradierte christliche Ikonographie dient ihr auch dazu, Vergangenes in die Gegenwart zu transformieren. Damit erzwingt sie vom Betrachter intensive Konzentration und Anteilnahme, und fordert eigene Gedanken und Gefühle heraus. Dies ist einer der wesentlichen Momente ihrer individuellen Handschrift, die sie auszeichnet.
Das Anliegen des Buches geht über den Charakter einer Jubiläumsfestschrift hinaus. Ziel war es, Jutta Osten als Persönlichkeit, als Lehrerin, als Künstlerin und auch als Mensch aus verschiedenen Blickwinkeln darzustellen. Damit bietet dieser Band bisher die umfassendste Möglichkeit, eine bedeutende Kölner Künstlerin des 20. Jahrhunderts kennen zu lernen.
Für die Kunst zu leben, bleibt stets ein Wagnis, eines, das immer aufs Neue eingegangen werden muss. Aber es ist eben auch ein Wagnis, dass ein Leben lang fesseln kann.

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