Hosaeus, Hermann: Gold gab ich für Eisen


Medailleur/in: Hermann Kurt Hosaeus

Vorderseite: IN EISERNER ZEIT // 1916. Eine nach rechts kniende Frau hält in ihrer rechten Hand ein Schmuckkästchen und in ihrer ausgestreckten linken Hand eine Kette mit Anhänger. Im Abschnitt die Jahreszahl.
Rückseite: GOLD / GAB ICH ZUR / WEHR EISEN / NAHM ICH ZUR / EHR. Über Eichenzweig fünfzeilige Aufschrift. Unten die Signatur HOSAEUS.

Datierung: 1916

Material: Eisen
Durchmesser: 39,5 mm

Literatur: S. Salaschek, Katalog der Medaillen und Plaketten des 19. und 20. Jahrhunderts im französischen und deutschen Sprachraum in der Hamburger Kunsthalle I (1980) 179 Nr. 735; BMF 51, 1916, 134; G. Bekker, Europäische Plaketten und Medaillen des 19. Jahrhunderts (2001) 125 Nr. 731.

Bemerkung: Die 'Golderinnerungsmünze' der Reichsbank mit der Jahreszahl 1916 wurde von den Gold-Kriegssammelstellen an jeden ausgegeben, der Gold in Form von Goldmünzen oder Schmuck im Wert von fünf Mark abgab oder Kriegsanleihen zeichnete. Die Eisenmedaille ist durch die Erzgießerei Gladenbeck gegossen worden. Mit dem Aufruf zur Goldabgabe für das Vaterland apellierte man an die Opferbereitschaft des Volkes und bezog sich auf den Aufruf an die Frauen während der Befreiungskriege 1813, ihren Goldschmuck abzugeben.

Nachweise: (DGMK-16223) Münzkabinett, Staatliche Museen zu Berlin, Objektnummer 18224543

Copyright © 2024: Deutsche Gesellschaft für Medaillenkunst e.V.
Creative Commons Lizenzvertrag