[Walther von der Vogelweide]


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Medailleur/in
Karl Perl

Vorderseite
Reiter mit langem Mantel und Lyra zu Pferde nach links, im Hintergrund Hügelkette mit mittelalterlicher Burganlage, im Abschnitt das von zwei Lorbeerzweigen eingefasste Wappen des Dichters Walther von der Vogelweide (Singvogel in einem Käfig), rechts unter der Abschnittsleiste signiert: KARL PERL.

Datierung
ohne Jahr [um 1930 ?]?

Material
Bronze
Durchmesser
50.42 mm

Literatur
Objekt
Kabinett
Ausstellung

Bemerkung
Die Inschrift der Medaille entstammt einem 1930 im Kreuzgang des Neumünsters zu Würzburg errichteten Denkmal, auf dem die Hugo von Trimberg zugeschriebenen Worte zu lesen sind. Walthers Biografie, die hauptsächlich aus den Selbstaussagen des Dichters zu erschließen ist, bleibt mangels gesicherter Lebensdokumente in vielen Dingen unklar. Das einzige historische Zeugnis ist ein Vermerk im Reiserechnungsbuch des Passauer Bischofs Wolfger von Erla, demzufolge Walther fünf Schillinge für einen Pelzrock erhielt. Wo sich das Grab des berühmten Minnesängers befindet, ist bislang nicht eindeutig nachweisbar.
„Die große Zahl von mehr als 25 Handschriften, in denen Gedichte von Walther von der Vogelweide überliefert sind, ist ein Zeugnis für den ungewöhnlichen Nachruhm des Dichters. […] Walther hatte einen großen Einfluss auf den Minnesang im 13. Jahrhundert und noch mehr auf die Spruchdichtung, die von ihm die entscheidenden Impulse empfing. Zeugnisse seines Dichterruhms sind die zahlreichen Nennungen bei späteren Autoren.“ (Joachim Bumke, Geschichte der deutschen Literatur im hohen Mittelalter, 1993, S. 132)



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