"Orfeo" (1. Fassung)


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Medailleur/in
Margarethe Kirchhoff

Vorderseite
Orpheus in der Unterwelt: links eine Gruppe von fünf Schattengestalten, rechts im Vordergrund der kniende und zur Musik seiner Harfe singende Orpheus, rechts oben nach links schreitend die in die Unterwelt entschwindende Gestalt seiner Geliebten Eurydike.

Datierung
ohne Jahr [1984]

Material
Bronze
Durchmesser
93.17 mm

Literatur
W. Steguweit und Szeiklies-Weber, I., „Die Kunstmedaille der Gegenwart in Deutschland : 1988 - 1991“. Selbstverlag der Deutschen Gesellschaft für Medaillenkunst, Berlin, 1992.
E. Wipplinger und Dräger, U., „Medaillenkünstlerinnen in Deutschland : Kreativität in Geschichte und Gegenwart ; Staatliche Galerie Moritzburg, Halle, 15. November 1992 - 21. März 1993, Frauen-Museum, Bonn, 18. April - 30. Mai 1993“. Staatliche Galerie Moritzburg, Halle, 1992. (S. 88)

Bemerkung
Die Medaille veranschaulicht jene berühmte und als Oper vertonte Geschichte von Orpheus, der seine geliebte Gattin durch seine Musik aus der Unterwelt zu befreien versucht (Vergil, Geogica 4,453ff. und Ovid, Metamorphosen 10,1ff.):
Als die von Aristaios verfolgte Eurydike durch einen Schlangenbiss stirbt, verfällt ihr für seinen schönen Gesang berühmter Gemahl Orpheus vor Trauer in ein langes Schweigen. Um seine Gattin aus der Unterwelt zurückzuholen, begibt er sich am Styx an das Tor zur Unterwelt und singt und spielt dort so herrlich auf seiner Lyra, dass er eingelassen wird und mit seiner Musik um die Gnade der Totengötter wirbt. Diese lassen sich erweichen und stellen ihm die Bedingung, er solle seiner Frau vorangehen und sich auf dem Weg aber nicht nach ihr umdrehen. Als beim Gang durch die Dunkelheit endlich das Tageslicht des Tores schimmert und sich der von Sorge und Zweifeln geplagte Orpheus doch nach Eurydike umdreht, entschwindet sie als flüchtiger Nebel für immer in der Unterwelt.



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