"Die schwarze Wacht am Rhein"

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Medailleur/in
Guido Goetz

Vorderseite
Karrikatur eines Kolonialsoldaten mit Ohrring und Stahlhelm, Kopf im Profil nach rechts, am Helm die französische Kokarde mit den abgekürzten Buchstaben der Republique France RF.
Rückseite
DIE SCHWARZE SCHANDE. Darstellung einer nackten und an einen riesigen Penis gefesselten Frauengestalt, den Attributen zufolge vermutlich die Loreley als Allegorie des Rheinlandes, geschändet und mit zersaustem langem Haar, auf dem Penis ein französischer Stahlhelm, links am Himmel das strahlende Trinitätszeichen mit dem eingefügten Auge Gottes, am linken Bildrand die Harfe der Loreley mit zerirssenen Saiten.

Datierung
1920

Material
Bronze
Durchmesser
58.50 mm

Literatur
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C. Koller, „Von Wilden aller Rassen niedergemetzelt : die Diskussion um die Verwendung von Kolonialtruppen in Europa zwischen Rassismus, Kolonial- und Militärpolitik (1914-1930). Beiträge zur Kolonial- und Überseegeschichte ; Bd. 82“. Steiner, Stuttgart, 2001.
I. Wigger, „Die "Schwarze Schmach am Rhein" : rassistische Diskriminierung zwischen Geschlecht, Klasse, Nation und Rasse. Die "Schwarze Schmach"“. Verl. Westfäl. Dampfboot, Münster, 2007.
P. Attwood und Powell, F., „Medals of dishonour : [to accompany the exhibition at the British Museum from 25 June to 27 September 2009]“. British Museum Press, London, 2009. (S. 79, Katalog-Nr. 20 )
G. W. Kienast, „The Medals of Karl Goetz“. Artus, Cleveland, Ohio, 1967. (Nr. 264)
AoD 7513.7155.262.a (Materialvariante / material variant)

Bemerkung
Die Medaille bezieht sich auf eine rassistische Kampagne, die sich unter dem Titel "Schwarze Schmach" oder "Schwarze Schande" gegen den Einsatz überwiegend aus afrikanischen Kolonien stammender französischer Kolonialtruppen wandte, mit denen die Alliierten Anfang der 1920-er Jahre das Rheinland besetzten. Von deutscher Seite wurden den dunkelhäutigen Kolonialsoldaten zu Unrecht Gewalttaten gegen deutsche Frauen unterstellt, um Frankreich international zu diskreditieren und zum Abzug der Truppen aus dem Rheinland zu bewegen.



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